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Schiedsrichter verpfeifen Spitzenspiel der Verbandsliga Diesen Text vorlesen lassen

141110 Schiedsrichter verpfeifen das Spitzenspiel der Verbandsliga

 

ALDEKERK (stemu) Handball Verbandsliga Frauen: TV Aldekerk II – TB Wülfrath 20:26 (11:10). Zwei Erkenntnisse lassen sich aus dem tabellarischen Spitzenspiel der Frauen-Verbandsliga gewinnen: Es gibt eine Mannschaft, die dem TB Wülfrath Paroli bieten kann und es gibt Schiedsrichter, die ein Spiel insgesamt negativ beeinflussen können. Dabei ist nicht die Bevorteilung eines Teams gemeint, sondern die in diesem Fall inflationäre Verteilung kaum erklärbarer Zwei-Minuten-Strafen, die auf beiden Seiten für komplette Verunsicherung und Konfusion sorgten und insbesondere in der zweiten Hälfte ein vernünftiges Handballspiel gar nicht mehr möglich machten. Ja, Wülfrath wusste insbesondere damit besser umzugehen als Aldekerk, aber das täuscht über den enttäuschenden Auftritt der Unparteiischen keinesfalls hinweg. „Moralisch und kämpferisch war die Einstellung unserer Mannschaft top“, meinte Trainer Georg van Neerven. „Wir waren in der zweiten Halbzeit zeitweise nicht voll da, haben insgesamt zu viele Chancen vergeben. Darum ist der Sieg für Wülfrath durchaus verdient, obwohl uns ein etwas knapperes Ergebnis auch gerecht geworden wäre.“
Es gab mit Sicherheit nicht viele, die dem TV Aldekerk angesichts der bisherigen Überlegenheit ihrer Gäste eine Pausenführung zugetraut hätten. Und zunächst sah es auch gar nicht danach aus. Wülfrath lag mit 8:4 vorne, schon zu diesem Zeitpunkt waren die ersten fünf Zwei-Minuten-Strafen verteilt. Die Gäste spielten effektiver, wenn auch nicht fehlerfrei. Aber auch der ATV leistete sich ein paar Unsicherheiten zu viel, insbesondere bei wenigen sich bietenden Tempogegenstößen. Unterzahlsituationen hingegen wurden gut gemeistert. Als die Gäste Nervositäten im eigenen Forechecking zeigten, nutzte die ATV-Reserve ihre Chance und drehte das Ergebnis zumindest bis zum Seitenwechsel.
Nach der Pause kam die Phase des TB Wülfrath. Aber auch die der Schiedsrichter. In den ersten zehn Minuten standen sich kaum mal zwölf Feldspielerinnen gegenüber. Zeitweise waren es gerade mal vier auf jeder Seite. Die Zeitstrafen wurden für Aktionen verteilt, die allenfalls im Basketball eine Ahnung verdient hätten. Und so wurde die Begegnung zerfahren und erholte sich eigentlich erst in den letzten zehn Minuten davon. Da entwickelte sich dann noch mal ein ansehnliches Handballspiel, in dem der ATV aber bereits sieben Toren Rückstand hinterher lief, die lediglich verkürzt werden konnten. Nach Schlusspfiff standen übrigens 16 Zeitstrafen, zwei rote Karten gegen Wülfrath und eine gegen Aldekerk zu Buche.
TV Aldekerk II: Thönes, Stahlberg – Inderfurth (7/2), Waltereit (5), Kleinmanns (3), Schoenmakers (2), Scicolone (2/1), Babucke (1), Arkoi, Grondstein, Anstoots, Sandmann, Leurs, Sett.



Autor: Muelders -- 03.11.2018; 17:24:43 Uhr

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