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141027 Aufsteiger TV Aldekerk II bejubelt Derbysieg

 

VON STEFAN MÜLDERS
ALDEKERK/ISSUM Handball Verbandsliga Frauen: TV Aldekerk II – TV Issum 29:22 (14:13). Lokalderbys haben immer ihre Besonderheiten. Draußen wird der Parkraum noch begehrter als bei „normalen“ Heimspielen, drinnen haben auf und neben dem Feld die Wiedersehensbegegnungen eine wichtige Rolle. Issums Trainer Marco Tobae hat eine Vergangenheit in Aldekerk und kennt seine Kollegen Nils Waltereit und Georg van Neerven sehr gut, die Schwestern Katrin und Mareike Kleinmanns eine gemeinsame in Issum. Während Katrin weiter für den TVI aufläuft, zog es Mareike vor zwei Jahren nach Aldekerk – jetzt trafen die beiden erstmals in einem Pflichtspiel direkt aufeinander. Und zumindest dieses „Duell“ endete – anders als das Spiel – mit je drei Toren unentschieden. Auch auf der Tribüne fanden sich „alte Bekannte“, die am Rande des Spiels fachsimpelten. Darunter auch Jürgen Gentges, der die heute in der Verbandsliga erfolgreiche Issumer Truppe seinerzeit aufgebaut hatte. Als Aldekerker Urgestein ist er heute noch einer der ehrenamtlichen Hallenwarte, hat seine Trainer- und Schiedsrichteraktivitäten mit „Ü70“ zu Saisonbeginn an den Nagel gehängt – beziehungsweise symbolisch in die Altpapiertonne entsorgt.
Das Spiel wusste zu halten, was die Vorzeichen versprochen hatten. Die Teams begegneten sich auf Augenhöhe und zeigten von Beginn ein qualitativ gutes und schnelles Spiel. In der ersten Hälfte konnte sich noch keine der beiden Mannschaften absetzen, obwohl die Gastgeberinnen die Nase leicht vorne hatten. Entsprechend knapp ging es in die Kabinen. Da schienen die Issumerinnen ihre Konzentration vergessen zu haben, denn sie taten sich nach dem Seitenwechsel sehr schwer. In der Offensive fehlte der notwendige Druck, Aldekerk verstand es sehr gut, mit der offenen Deckung die Bälle abzufangen und zum eigenen Vorteil zu nutzen. Da half es den Gästen auch nicht mehr, mit Laura Graef eine erstklassige Torfrau zwischen den Pfosten zu haben. Nach einer Viertelstunde nahm Marco Tobae bei sieben Toren Rückstand eine Auszeit, woraufhin die Schüsse aus dem Rückraum und das Hineinziehen in die Lücken besser funktionierte. Doch auch der TVA ließ in den Angriffsbemühungen nicht nach. So war eine spürbare Verringerung des Abstandes nicht möglich. Issum zeigte mit fortschreitender Zeit zunehmende Fehler im Angriffsspiel und eröffnete Aldekerk weitere Möglichkeiten. So erklärt sich ein am Ende doch ebenso klarer wie in der Höhe überraschender Sieg für die Gastgeberinnen, die sich inzwischen über einen richtig gelungenen Start in ihre erste Verbandsligasaison freuen dürfen. Einig waren sich Coaches über den Grund des Ergebnisses. „Zum Schluss haben wir weniger Fehler gemacht als Issum“, sagte Georg van Neerven auf Aldekerker Seite. Und Marco Tobae meinte: „Aufgrund unserer zu vielen individuellen technischen Fehler ist das Resultat auch in der Höhe völlig verdient und geht in Ordnung. Unser Rückraum hat sich gut entwickelt, das hat sich auch heute oft gezeigt, allerdings schwächeln die Außen zurzeit. Aber auch das kriegen wir in den nächsten Spielen noch hin.“ Van Neerven freute sich, dass er gut durchwechseln und entsprechende Spielanteile verteilen konnte. „Wir haben auf einen Sieg gehofft, aber nicht unbedingt damit gerechnet.“

Aufstellung und Tore:
TV Aldekerk: Thönes, Stahlberg – Schoenmakers (8), Inderfurth (8/4), Scicolone (5), M. Kleinmanns (3), Grondstein (2), Leurs (1), Babucke (1), Waltereit (1), Anstoots, Sandmann, Sett, Arkoi.
TV Issum: Graef – Holzer (6/3), Schütz (4), K. Kleinmanns (3), Bruckmann (2),Bosser (2), Heinemann (2), Maßeling (1), Kroppen (1), Ophey (1), S. Harder, K. Harder, Ferschen, Kolb.



Autor: Muelders -- 03.11.2018; 17:07:15 Uhr

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