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130820 Das Abenteuer Verbandsliga ist beendet

 

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Geldern. Der Trainer der Kevelaerer Wasserballer erläutert, woran es gehapert hat, und wie der Absteiger in die neue Saison gehen will.
KEVELAER Für den Kevelaerer SV steht nun fest, dass das Abenteuer in der vierthöchsten Spielklasse nur eine Saison währen sollte. Das Team steigt wieder in die Rhein-Wupper-Liga ab. Im Gespräch mit der Rheinischen Post zieht Trainer Jens Kohnert Bilanz und blickt auf die kommende Saison.

Herr Kohnert, nach einem furiosen Saisonbeginn reichte es letztlich nur für den drittletzten Platz. Das bedeutet der direkte Wiederabstieg. Was sind die Ursachen dafür?
Kohnert In den ersten Heimspielen haben wir noch über den vollständigen Kader verfügt, der uns Mitte vergangenen Jahres bereits den Aufstieg ermöglicht hatte. Doch dann begann die Aufstellung zu bröckeln: Vorwiegend aus beruflichen Gründen hatten wir immer häufiger mit Ausfällen wichtiger Schlüsselspieler zu kämpfen, am Ende konnte ich teilweise nur noch auf zwei oder drei Stammspieler der ersten Mannschaft zurückgreifen. Manchmal waren wir sogar froh, überhaupt ein in der Zahl spielfähiges Team aufbieten zu können. Damit steht man in dieser Spielklasse dann auf verlorenem Posten.

War es dennoch eine positive Erfahrung?
kohnert Insgesamt hat das Team viel auch individuell in der höheren Spielklasse dazulernen können. Ich möchte ausdrücklich allen Spielern danken, die in dieser schwierigen Phase oft kurzfristig und außerhalb ihrer eigentlich vorgesehenen Terminplanung der zweiten Mannschaft eingesprungen sind.

Wie groß ist Ihre Enttäuschung?
Kohnert Sportlicher Misserfolg ist immer mit Enttäuschung verbunden, nicht nur für den Trainer. Als Mannschaft will man immer lieber gewinnen als verlieren, aber das war in der zweiten Saisonhälfte für uns eben nicht mehr möglich. Unter positiveren Rahmenbedingungen hätten wir sportlich mithalten können. Das haben wir unter anderem bewiesen, als wir gegen den späteren Meister und unseren Mitaufsteiger Lünen zuhause in einem tollen Spiel gewonnen haben.

 

Also stimmte die Einstellung?
Kohnert Angesichts des Saisonverlaufs haben wir uns gegen jede der auch hohen Niederlagen immer wieder gestemmt und sind meist auch mit der richtigen Einstellung in die Begegnungen hinein gegangen. Aber das nun vorliegende Resultat wurde von Spiel zu Spiel absehbarer. In einer Hobbymannschaft muss man immer wieder mit diesen Situationen rechnen und damit leben; der Beruf geht nun einmal vor. Und ich stelle fest, dass es für viele immer schwieriger wird, für ein Auswärtsspiel abends und mitten in der Woche rechtzeitig bereitzustehen. Zumal wir in dieser Saison ja nicht nur bis ins Bergische Land reisen mussten, sondern bis tief in den westfälischen Raum.

Wie geht es weiter?
Kohnert Was sich zum Saisonende abzeichnete, wird sich verschärfen. Wir verlieren einige Aktive, bedingt durch Studienbeginn und berufliche Veränderungen. Ich rechne damit, dass wir zum Beginn der neuen Spielzeit und insbesondere in den Heimspielen über einen relativ großen Kader verfügen können. Allerdings wird sich der aber wie in den vergangenen Jahren zunehmend im Laufe der Saison ausdünnen. Wir müssen das in der Mannschaft noch besprechen. Doch dafür haben wir noch ein bisschen Zeit, denn unsere Saison beginnt erst im Herbst. Aber ich denke, dass wir nur noch eine Mannschaft stellen und damit in der Rhein-Wupper-Liga gut aufgehoben sein werden.

Welche sportliche Erwartung haben Sie an die neue Saison?
Kohnert Ich gehe davon aus, dass wir das Potenzial haben, im Mittelfeld mitzuhalten. Die gesammelte Erfahrung aus der höheren Liga nehmen wir mit in die neue Saison. Dafür müssen wir aber alle voll motiviert aus der Sommerpause kommen und ins Training einsteigen. Im September fährt ein Teil des Teams zum Trainingslager nach Sizilien, das ist immer unser sportlicher Auftakt in die Saison. Ich gehe davon aus, dass wir mit vollem Elan die neue Herausforderung angehen, denn als Absteiger werden wir automatisch zu den gejagten Teams gehören, die die anderen unbedingt schlagen wollen.

Was bleibt aus der vergangenen Saison hängen?
Kohnert Wir Wasserballer haben mit dem einen Jahr in der Verbandsliga auch für den Gesamtverein KSV ein positives Ausrufezeichen setzen können.

STEFAN MÜLDERS FÜHRTE DAS GESPRÄCH.



Autor: Muelders -- 02.11.2018; 19:09:10 Uhr

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Anno 1995: Ein junges Landei macht sich nach erfolgreichem Abitur und engagiertem Zivildienst im örtlichen Krankenhaus auf den Weg in die urbane Welt. Ziel ist der Studienbeginn an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Noch während der ersten Semester ... mehr

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