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120222 Zwischen Stahl und Spülkiste

 

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Von Stefan Mülders
RATINGEN „Eine Kfz-Werkstatt könnte auch Autos bauen, aber sie tut es nicht. Teile eines Oldtimers zu restaurieren hingegen ist schon eher möglich.“ Die Aussage von Philipp Gesche, Geschäftsführer bei Induser Industrieservice, macht wohl am einfachsten deutlich, was sein Unternehmen im Bereich von Großanlagen im Stahlbau macht. Das Kerngeschäft umfasst Instandhaltung, Modernisierung und Umbau von Maschinen, die unter extremsten Bedingungen funktionieren müssen. In gigantischen Systemen werden dabei einzelne, verhältnismäßig „kleine“ Bauteile ausgetauscht. „Das ist wie eine Operation am offenen Herzen: ein großer Eingriff mit ganz wenig Platz.“ Dieser komplizierte Einbau ist die Spezialität von Induser. Dort, wo eben nicht einfach ein Kran Bauteile – mehrere Meter lang und viele Tonnen schwer – von oben herablassen kann, müssen individuelle Lösungen gefunden werden. „Unsere Dienstleistung besteht darin, dass der Kunde zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder arbeiten kann.“ Neben dem Auftrag liefern die Kunden oft auch gleich die Umbau-Idee mit. Induser prüft die Umsetzbarkeit vor Ort und unterhält für die Produktion eine Fertigung in Rumänien. Von dort werden die Teile nach Deutschland geliefert und beim Kunden zusammen- und eingebaut. Darum entstanden im Laufe der Zeit Stützpunkte in der Nähe der größten Kunden.
Der einzige Stützpunkt außerhalb von Nordrhein-Westfalen befindet sich in der Nähe von Mannheim. Dort betreut Induser im Geschäftsbereich Chemie eine Anlage für die Produktion von Spülmaschinentabs. „Der Markt ist sehr schnelllebig. Innerhalb kürzester Zeit werden neue Produkte herausgebracht, für die jeweils neue Mischungsverhältnisse von Rohstoffen programmiert werden müssen“, erklärt Gesche. „Außerdem benötigt man für hinzukommende Rohstoffe neue Leitungen und Transportwege.“ Induser kümmert sich um Transportmittel, Wege und die Automatismen für die Dosierung. Bei Produkten, die mit dem menschlichen Körper in Verbindung treten, kommt eine weitere Spezifikation hinzu: Eine vollständige Automatisierung der Produktion und das Speichern der Produktionswege auf längere Zeit. Einzelne Bereiche davon werden im ergänzenden Geschäftsfeld „Engineering“ abgebildet. Hierein fallen aber auch Zukunftsthemen wie Energieeffizienz.
Ganz neu aufgenommen wurde in 2011 der Mobilfunk. Induser bietet hier Konstruktion, Aufbau und Wartung von Schaltkästen und Antennenanlagen. Noch haben sich Philipp Gesche und seine Mitarbeiter nicht festgelegt, ob sie im kommenden Jahr Kommunikationselektroniker oder Mechatroniker ausbilden. Eins von beiden wird es aber werden, neben einem Ausbildungsplatz für Industriemechaniker. „Die Topjob vor wenigen Wochen hat uns bestärkt, auch im nächsten Jahr wieder für das eigenen Unternehmen auszubilden“, sagt Gesche im Rückblick auf den gelungenen Gemeinschaftsstand „Faszination Technik“.

Das Unternehmen
Die Induser GmbH wurde 1973 vom Diplom-Ingenieur Rolf Theißen gegründet. Seit 2008 sind Schwiegersohn Philipp Gesche und Tochter Susanne Geschäftsführer des Unternehmens. Aus dem Kerngeschäft, der Instandhaltung, Modernisierung, Ab- und Wiederaufbau von Anlagen im Stahlbau, entwickelten sich weitere Kompetenzen: chemische Industrie seit der Jahrtausendwende und Mobilfunk in diesem Jahr. Ergänzend wird Engineering angeboten.
Induser hat über 60 Mitarbeiter im Ratinger Stammsitz sowie in mehreren Stützpunkten in NRW und Ladenburg bei Mannheim.
www.induser.com



Autor: Muelders -- 13.06.2012; 21:48:13 Uhr

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