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120125 Instrumente für den Airbus (Yokogawa Deutschland)

 

Von Stefan Mülders
RATINGEN In der hellen Engineering-Halle sind mehrere Nischen aufgebaut, in jeder reihen sich weiße Tische aneinander, auf ihnen Projektordner, schwarze Tastaturen und je zwei Bildschirme. Auf einigen sind bunte Linien und Formen auf schwarzem Untergrund zu erkennen. „Hier arbeiten mehrere Ingenieure gleichzeitig an einem Projekt“, erklärt Rolf Marten, Geschäftsführer der Yokogawa Deutschland GmbH. „Die einzelnen Ausarbeitungen werden dann wieder zu einem Gesamtprogramm zusammengeführt.“ Es geht dabei um komplexe Mess- und Steuerungstechnik für Kunden der chemischen Produktion. Bekannte Marken wie Airbus, Bayer, Evonik, Linde oder Sanofi Aventis verwenden Lösungen des weltweit agierenden Unternehmens mit 1915 gegründetem japanischem Mutterkonzern.
Grob gesagt sorgen Produkte von Yokogawa dafür, dass die Zutaten für ein bestimmtes Erzeugnis in den richtigen Mengen, mit dem richtigen Tempo und der richtigen Temperatur zusammengeführt werden. Quasi wie beim Kochen in der heimischen Küche – nur viel größer, in exakterer Abstimmung und mit bisweilen deutlich gefährlicheren Stoffen. „Außer Pumpen oder Ventilen stammen viele Geräte zum Messen von Temperatur, Druck und Durchfluss sowie zur Steuerung und Bedienung von uns.“ Und so sorgt Rolf Marten mit seinen rund 350 Mitarbeitern in Deutschland dafür, dass seine Kunden zum Beispiel Insulin zuverlässig rund um die Uhr herstellen können oder Babywindeln durch Superabsorber wirklich saugstark machen. Die großen Instrumente im A380-Cockpit stammen auch von Yokogawa.
Zuverlässigkeit ist für Yokogawa-Produkte oberstes Gebot. „Wir können mit unseren robusten Feldgeräten nicht unbedingt Design-Preise gewinnen, dafür geben wir unseren Kunden höchste Verfügbarkeit“, sagt Rolf Marten. Und das über lange Zeiträume. Der Geschäftsführer betont, dass noch nie ein Kunde ein Produkt wegen Überalterung habe austauschen müssen. Nach zehn bis 15 Jahren käme schon mal ein Gerät zum Nachkalibrieren oder Entstauben in den Service. Innovation ist wichtig, aber evolutionär, nicht revolutionär – in kleinen Schritten also, aber nicht weniger effektiv als diejenigen mit „Knall-Effekt“. Es geht aber auch darum, immer wieder neue Tätigkeitsfelder zu entdecken, in die sich alle Mitarbeiter mit guten Ideen einbringen. Zurzeit beschäftigen sich einige Yokogawa-Ingenieure mit der Frage der Speichermöglichkeiten für Windenergie. Andere haben bei einem Gemeinschaftsunternehmen von Evonik und Daimler Benz ein Automatisierungssystem zur Produktion leistungsfähiger Lithiumionen-Batterien für die Elektromobilität in Betrieb genommen.
Seine Fachkräfte findet das Unternehmen auch für den deutschen Markt in der gesamten Welt. „Wenn uns jemand gut ergänzt, ist es egal, woher er oder sie kommt.“ Auch der Anteil weiblicher Mitarbeiter im Engineering ist mit rund einem Fünftel ungewöhnlich hoch. Das Ausbildungsspektrum ist groß, beinhaltet auch die Möglichkeit des Dualen Studiums. Zudem ermöglicht Yokogawa flexible Arbeitszeiten, wo sie benötigt werden. „Die Werte haben sich verändert. Heute spielen Work-Life-Balance und die Familie eine immer größere Rolle. Flexible Arbeitszeiten und die sichere Informationstechnologie ermöglichen das Arbeiten von zu Hause, sodass beide Bedürfnisse gut unter einen Hut gebracht werden können.“

Das Unternehmen
Yokogawa Deutschland wurde 1982 gegründet, der Hauptsitz befindet sich in Ratingen, von wo aus auch die Niederlassungen in Polen und der Schweiz gesteuert werden. Weitere „Costumer Centric Offices“ (CCO) befinden sich bei den größten Kunden in Marl, Mainz sowie in Süddeutschland in Wehr und Herrsching. Die Fabrik für Durchflussmesstechnik befindet sich in Deutschland, in Amersfoort die für Analysemesstechnik. Die Europazentrale befindet sich in den Niederlanden, dorthin und nach Japan gibt es kurze Entscheidungswege.
www.yokogawa.de



Autor: Muelders -- 04.04.2012; 23:42:30 Uhr

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