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Fachkräfte dringend gesucht (A.S. Ingenieure in der RP-Serie Kompetenz aus Ratingen) Diesen Text vorlesen lassen

111019 Fachkräfte dringend gesucht

 

Von Stefan Mülders

RATINGEN Recht unscheinbar liegt die „Alte Villa“ an der Bahnstraße. Die traditionsreiche Geschichte als Kontorgebäude der Deutschen Automobilindustrie ist ihr nicht anzusehen, noch weniger das Potenzial, das seit zwölf Jahren in ihr „steckt“. Das Konstruktionsbüro A.S. Ingenieure hat dort seinen Sitz: viele kreative Köpfe, die große und kleine Maschinen für das gesamte Ratinger Umland entwickeln. „Unser Kundenkreis bewegt sich maximal 50 Kilometer um uns herum“, sagt Geschäftsführer Christian Skaletz, dessen Vater das Büro vor über 20 Jahren gründete. Der verhältnismäßig kleine Zielkreis wurde auch deshalb festgelegt, weil Skaletz unter anderem Ingenieure „überlässt“. Die arbeiten für eine Weile direkt beim Kunden, weil sie sich dort besser in die Aufgabe und die Mitarbeiter hineindenken können. „Wir wollen den Arbeitsweg für unsere Ingenieure in einem überschaubaren Rahmen halten.“ Rund ein Fünftel machen solche Personaldienstleistungen aus, die restlichen 80 Prozent machen das Projektgeschäft für zumeist langjährige Kunden aus.

Wenn Christian Skaletz irgendwo eine Hub-Arbeitsbühne im Einsatz sieht, dann geht sein Blick zuerst auf den Hersteller. „In vielen dieser Fahrzeuge steckt unsere Technik“, sagt er. „Ein Ingenieur weiß immer, dass aus seiner Arbeit was Greifbares entsteht.“ So wie die Kaltpresse, die vor einiger Zeit für ein Ölpresswerk in Ungarn entwickelt wurde. Die Pläne dazu hatte Skaletz auf der Topjob ausgelegt und Interessenten erläutert. Auf den Computern in der „Alten Villa“ entstehen Bagger-Bauteile für den Tagebau, Fördertechnik für den Kohletransport oder Teile für sogenannte Sperrmaschinen, zum Beispiel Metallpressen. Aber eben auch im Nutzfahrzeugbau kommen Konstruktionen von A.S. Ingenieure zum Einsatz. „Gerade im Automobilbereich sind die Entwicklungen sehr schnelllebig geworden.“ Meistens geht es bei all diesen Konstruktionsaufgaben gar nicht um Neuentwicklungen, sondern um Verbesserungen. „Oft besteht unser Job darin, Vorhandenes zu verstehen, zu verbessern und weiter zu entwickeln – und dabei möglichst günstiger zu machen.“

Auch bei A.S. Ingenieure spürt man den Fachkräftemangel. Eine Idee, dem entgegen zu wirken, war die Gründung einer Tochterfirma in Polen mit inzwischen acht Mitarbeitern. „Wir haben auch Versuche in Indien gemacht, aber das war in Verwaltung und Logistik nicht leistbar. Zudem müssten die indischen Fachkräfte sich erst mal in europäische Normen einarbeiten.“ Finanzielle Aspekte spielten dabei nur eine untergeordnete Rolle, wie Skaletz versichert. „Klar sind die Löhne geringer als in Deutschland, aber für polnische Verhältnisse zahlen wir dort ein überdurchschnittliches Gehalt.“ An Aktivitäten, in Deutschland neue Fachkräfte zu rekrutieren, arbeitet Christian Skaletz noch. Erkannt hat er, dass der Ansatz, an Studenten heranzutreten, zu spät ist. Er will Schüler erreichen und der Auftritt auf der Topjob in Ratingen war ein Schritt in diese Richtung. „Inzwischen liegen uns einige Bewerbungen für Schülerpraktika vor, aber die können wir gar nicht alle bedienen.“ Das liegt vor allem daran, dass die meisten Praktika zeitgleich gesucht werden und A.S. Ingenieure maximal einen Praktikanten für einen Zeitraum betreuen kann.

 

Das Unternehmen

Die A.S. Ingenieure GmbH wurde 1990 von Andreas Skaletz zunächst als Ein-Mann-Unternehmen gegründet. 1999 erfolgte der Umzug in den heutigen Firmensitz, die historische „Alte Villa“ in der Bahnstraße. In Ratingen sind rund 40 Mitarbeiter beschäftigt, weitere acht arbeiten in der Tochterfirma in Polen. Der Kundenkreis liegt maximal 50 Kilometer im Umfeld von Ratingen.

www.as-ingenieure.de



Autor: Muelders -- 14.01.2012; 01:00:32 Uhr

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