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121231 Oliver Huber half mit einer Knochenmarkspende

 

Ratingen (stemu) Im Mai spendete Oliver Huber Knochenmark für ein leukämiekrankes Mädchen in Kanada. Die wurde im Oktober aus dem Krankenhaus entlassen und ist auf dem Weg der Besserung. So zumindest wurde es dem Spender mitgeteilt. Denn ein direkter Kontakt mit dem Mädchen besteht nicht.
„Ich hätte nicht damit gerechnet, wirklich einmal Knochenmarkspende gebeten zu werden“, sagte Oliver Huber im Mai dieses Jahres. Denn einen geeigneten Spender außerhalb der eigenen Familie zu finden, ist wie die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Nur etwas mehr als ein Prozent der in der Spenderdatei erfassten Personen werden tatsächlich um eine Spende gebeten. „Von 2,8 Millionen bei uns Registrierten haben seit 1991 bereits 34 000 Menschen Knochenmark gespendet“, sagt Julia Runge von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei DKMS (http://www.dkms.de/).
Rund die Hälfte aller Spenden werden ins Ausland vermittelt. So auch im Fall von Oliver Huber. Sein Knochenmark half einem an Leukämie erkrankten Mädchen in Kanada. „Es ist ein gutes Gefühl, ein Leben gerettet zu haben“, sagt der 24-Jährige. Im Oktober hielt er von der DKMS die Benachrichtigung, dass das Mädchen aus dem Krankenhaus entlassen und auf dem Wege der Besserung ist. „Einen direkten Kontakt habe ich aber noch nicht, der darf erst nach zwei Jahren hergestellt werden.“ Vorher kann es immer noch zu Abstoßungsreaktionen oder Rückfällen kommen. Dann kann es auch sein, dass Oliver Huber erneut spenden wird. „Man ist halt irgendwie schon persönlich involviert und dadurch auch betroffen und am Schicksal des anderen interessiert.“
Angst vor dem Eingriff im Mai hatte er nicht, allerdings bereitete die Narkose ihm Bedenken: „So eine Vollnarkose ist immer mit einem Risiko verbunden. Andererseits, wenn man weiß, dass man dadurch vielleicht ein Menschenleben rettet, ist es das wert.“ Auch die Zeit nach der Operation bewältigte Oliver Huber ganz gut. „Man fühlt sich halt relativ schlapp, Sport geht nicht und das Treppensteigen fällt schwer. Aber vom Eingriff selbst spürt man nur noch eine Weile die Punktionsstellen am Beckenkamm. Das fühlt sich an wie eine Prellung.“ Ein normal gesunder Mensch hat sich aber nach rund zwei Wochen vollständig von dem Eingriff erholt.
Oliver Huber rechnet damit, dass die DKMS auch weiter mit ihm in Verbindung bleibt. Und er hofft darauf, dass sein Knochenmark nicht nur das Leben des Mädchens rettet, sondern die Kanadierin in tatsächlich irgendwann auch kennen lernen möchte. Doch noch ist sie nicht geheilt und so müssen alle Beteiligten hoffen und abwarten. Bis zum Sommer 2015 – ungefähr.



Autor: Muelders -- 31.03.2013; 22:53:07 Uhr

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