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121130 Fünf Plätze für besseres Innenstadt-Flair

 

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VON STEFAN MÜLDERS
Heiligenhaus. Ausdiskutiert – so darf man im positiven Sinne das Hauptstraßenumbau-Konzept nach insgesamt vier Bürger-Workshops wohl bezeichnen. Viele Ideen und Anregungen sind in die nun im Stadtentwicklungsausschuss vorgelegte Vorplanung eingeflossen. Doch nicht alle Ausschussmitglieder waren sich darin einig.
Lothar Nuthmann (WAHL-Fraktion) fühlte sich mit seinen Vorschlägen als ADFC-Mitglied nicht ausreichend berücksichtigt. Er musste aber auch erkennen, dass er mit dieser Ansicht und seinen Argumenten allein auf weiter Flur stand. Der Antrag der WAHL-Fraktion, die Entscheidung zu vertagen, weil die Unterlagen zu kurzfristig eingegangen seien und man sich intern nicht mehr dazu habe beraten können, wurde mehrheitlich abgelehnt. Die Bürger warteten darauf, dass auf der Hauptstraße endlich was geschehe und der Baubeginn Mitte 2013 sei da schon eine recht späte Perspektive. Weitere Verzögerung wolle man niemandem mehr zumuten, lautete die einhellige Meinung der übrigen Fraktionen.
So wurde anschließend die Beschlussvorlage mit zwei Gegenstimmen auf den Weg gebracht. Nach dem jüngsten Werkstattgespräch mit interessierten Bürgern war vor allem die Führung des Radverkehrs nochmals geändert worden. Dieser soll – anders als der Autoverkehr – in beide Richtungen möglich sein. Ebenfalls abgewichen wurde von der ursprünglichen Idee, die Jahnstraße zu sperren. Sie wird weiterhin in beide Richtungen befahrbar sein. Mit kleinen Einschränkungen: "Im Einmündungsbereich zur Hauptstraße soll die Jahnstraße aufgepflastert und auf eine Durchfahrtsbreite von fünf Millimetern minimiert werden. Dadurch soll sie für den Durchgangsverkehr weniger interessant werden, aber für Anwohner und Anlieger weiterhin voll nutzbar sein", heißt es in der Vorlage.
Im Kern ist eine Überplanung des Hauptstraßenteilstückes von Suitbertuskirche bis zu Alten Kirche/Kirchplatz vorgesehen. Dieses Teilstück soll durch auffällige Gestaltung von insgesamt fünf Plätzen für eine Beruhigung des Verkehrs sorgen. Vor der katholischen Suitbertuskirche wird der Platz als Pflasterfläche bis in den Straßenraum hinein gestaltet. So soll er auf die Kirche aufmerksam machen und den Querungsbedarf verdeutlichen. Aufgrund der größten Bushaltestelle im Stadtgebiet werden Straßenquerungen am Rathausplatz im Bereich der Jahnstraße und vor dem Rathauscenter eingerichtet. Der Sparkassenvorplatz wird sich in bereits vorhandener Strahlenform über die Straße hinaus ausdehnen und die Kreuzung Kettwiger Straße/Mittelstraße wird einen großzügigen Kreisverkehr erhalten. Vor der evangelischen Kirche entsteht derzeit auf privatem Grund ein Pflaster, das durch die Mauer vom Straßenraum abgegrenzt ist. "Gleichwohl könnte es auch im Seitenraum verwendet werden." Die Maßnahmen der Stadt werden sich auf den Umbau der Bushaltestelle beschränken – unter der Berücksichtigung der Bedürfnisse von Senioren und Schülern. Die Beleuchtung entlang der Hauptstraße soll im veränderten Raum auf LED umgestellt werden. Mit dem grünen Licht aus dem Stadtentwicklungsausschuss kann die Verwaltung nun in die konkreteren Planungen einsteigen. Voraussichtlich Anfang Juli kommenden Jahres soll dann mit dem Umbau begonnen werden. Wie genau der aussehen wird und wann welche Sperrungen auf Bürger und Einzelhandel zukommen, wird sich erst in den kommenden Wochen und Monaten ergeben.
Der Ausschuss beschäftigte sich auch kurz damit, dass auf Antrag der SPD eine Boulebahn am Panoramaradweg eingerichtet werden soll. Vertagt wurde die Entscheidung über eine möglicherweise notwendige Fällung der beiden Blutbuchen in der Linderfeldstraße. Zunächst wird aus Sicherheitsgründen stark beschnitten, das weitere Vorgehen später beraten.



Autor: Muelders -- 21.03.2013; 21:07:44 Uhr

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