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121105 Organspende: Zertifikat fürs Klinikum

 

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VON STEFAN MÜLDERS
NIEDERBERG. Gesundheitsministerin Barbara Steffens zeichnete das Velberter Krankenhaus für gute Strukturen aus.
"Für die Mitarbeiter des Klinikum Niederberg ist die Möglichkeit einer Organspende zur Rettung des Lebens schwer kranker Menschen ein selbstverständlicher Teil ihrer Arbeit", erklärte NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens. Anlass war die Ehrung für vorbildlichen Einsatz bei der Organtransplantation, die sie gemeinsam mit Dr. Ulrike Wirges, der geschäftsführenden Ärztin der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), vornahm.
"Ihr Einsatz in einem sensiblen Bereich der Medizin ermöglicht mehr lebensrettende Transplantationen." Unregelmäßigkeiten in einzelnen Transplantationskliniken hatten für Verunsicherung unter Patienten gesorgt. Auszeichnungen wie diese seien wichtig, um das Vertrauen wieder zu stärken und die Bereitschaft, Organe zu spenden, zu steigern, hieß es anlässlich der Verleihung des Zertifikates.
Zum Hintergrund: Das Klinikum Niederberg führt selbst keine Transplantationen durch. Aber für die Mitarbeiter ist es tägliche Verpflichtung, ihren Teil zur Sicherung von Menschenleben beizutragen. "Ein Organspender kann mehrere Leben retten, zum Beispiel zwei Menschen das Leiden einer chronischen Dialysebehandlung ersparen", sagt Dr. Christian Löhlein, Ärztlicher Direktor in Velbert.
"Für uns ist es als Ärzte, Pflegekräfte und Mitmenschen schon immer Verpflichtung, unseren Teil beizutragen, dass Spenderorgane gewonnen und transplantiert werden können." Wie wichtig Transplantationen sein können, werde durch die Klinik für Urologie und Nephrologie sowie das angeschlossene Dialysezentrum täglich verdeutlicht. "Wir sind dankbar und fühlen uns geehrt durch diese Würdigung", so der Tenor.
Kriterien für die Vergabe der Auszeichnung sind die Unterstützung des Transplantationsbeauftragten durch die Klinikleitungen, die Fortbildung des Klinikpersonals, das Ausarbeiten von Richtlinien für den "Akutfall Organspende" sowie die Umsetzung der Organspende als selbstverständlichen Teil des medizinischen Versorgungsauftrags.
Dr. Ulrike Wirges betont: "Unsere Arbeit ist nur in enger Kooperation mit den Transplantationsbeauftragten und allen Mitarbeitern in den Kliniken möglich. Wir bieten unsere Unterstützung bei allen Schritten im Verlauf einer Organspende an." In Deutschland stehen laut offizieller Statistik etwa 12 000 Menschen auf der Warteliste für eine Organtransplantation. Und rund 1 000 Menschen von ihnen sterben jedes Jahr, weil es nicht genug Spender gibt.
In Umfragen stehen Dreiviertel aller Bürger einer Organspende positiv gegenüber, nur 25 Prozent haben allerdings einen Organspendeausweis.

3900 Menschen in NRW warten auf ein Organ
Unter anderem ausgezeichnet: Unikliniken Bonn und Köln, Evangelisches und Johanniter-Klinikum Niederrhein Duisburg. 3900 Menschen in NRW warten zurzeit auf ein Organ.



Autor: Muelders -- 21.03.2013; 20:38:33 Uhr

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