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121027 Vereine sollen für Hallen zahlen

 

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VON STEFAN MÜLDERS
Heiligenhaus. In der kommenden Woche sind die umstrittenen Beteiligungen an den Verbrauchskosten im Haupt- und Finanzausschuss ein wichtiges Thema. Sportvereine wehren sich gegen Belastungen.
Ab Dienstagabend wird im Haupt- und Finanzausschuss auch ein in der Stadt heftig diskutiertes Thema zu entscheiden sein: die geplante Gebühr für die Hallennutzung. Kämmerer Michael Beck hatte bereits im Frühjahr 100 000 Euro Einnahmen einkalkuliert. Vereine sollen in dieser Höhe an den Verbrauchskosten beteiligt werden. Einzelne Ratsmitglieder und Sportler der Stadt liefen Sturm gegen diese Pläne und traten in den Folgemonaten in den Dialog mit der Verwaltung ein.
Die Kosten müssen runter
Die Hoffnung der Vereinsvertreter ist klar: keine finanzielle Belastung. "Wir sind gerne bereit, uns durch aktive Mitwirkung konstruktiv an der Senkung der Kosten zu beteiligen", sagt Michael Nink, stellvertretender Vorsitzender des Stadtsportverbandes (SSV). Dieser hatte alle acht Vereine, die Hallen im Stadtgebiet nutzen, angeschrieben und sich mit einer Umfrage an die Mitglieder gewandt. Eine Folge davon war die Unterschriftenliste gegen die Nutzungsgebühren von rund 500 Sportlern. Die Auswirkungen wären enorm.
"Im schlimmsten Fall läge die Belastung bei 50 Euro pro Mitglied, im günstigsten bei zwölf Euro", rechnet Nink vor, basierend auf einer stundenweisen Zahlung. Für seinen Verein, den TV Heiligenhaus, bedeute die Gebühr eine Mehrbelastung von 12 000 Euro pro Jahr. "Wir nehmen insgesamt nur 48 000 im Jahr ein und müssten vermutlich die rund 30 Prozent Jugendlichen bei einer Erhöhung der Beiträge außen vor lassen." Besonders betroffen wären die stark frequentierten Sportarten Volleyball, Basketball und Handball.
"Auch der Landessportbund pflichtet uns bei, dass die Einführung von Hallennutzungsgebühren ein Schlag ins Gesicht für das Ehrenamt ist", sagt Michael Nink. Er könne zwar auch die Stadt mir ihren knappen Kassen verstehen, wirft aber noch weitere Argumente in den Ring: "Der SSV verteilt seit 1994 die Sportfördermittel und spart der Stadt damit eine halbe Stelle." Durch die Schlüsselgewalt der Sportgruppen müsse zudem abends kein Hausmeister mehr anwesend sein, was weitere Personalkosten spart.
"Das könnten wir uns durchaus auch bei Wochenendveranstaltungen vorstellen", so Michael Nink. Zudem könne man durch noch zu definierende Maßnahmen aktiv an der Senkung von Verbrauchskosten für Strom, Heizung und Wasser mitwirken.
"Sollten die Vereine tatsächlich unvermeidlich zur Kasse gebeten werden, dann fragen wir uns, wo die Gleichberechtigung bleibt. Dann müssten auch alle anderen Gruppen – und da zähle ich die politischen Parteien dazu – die öffentlichen Gebäude nutzen, Gebühren zahlen." Am Dienstag und zur Ratssitzung wollen die Sportler jeweils mit großen Gruppen den Geschehnissen folgen.

Beratungen
Am Dienstag, 30. Oktober, wird im Haupt- und Finanzausschuss intensiv über den Doppelhaushalt 2012/2013 beraten. Die Fraktionen kommen am Montagabend zu ihren internen Abstimmungen zusammen. Am 7. November soll der Haushalt in der Ratssitzung endgültig verabschiedet werden.



Autor: Muelders -- 09.12.2012; 21:41:21 Uhr

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Anno 1995: Ein junges Landei macht sich nach erfolgreichem Abitur und engagiertem Zivildienst im örtlichen Krankenhaus auf den Weg in die urbane Welt. Ziel ist der Studienbeginn an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Noch während der ersten Semester ... mehr

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