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121022 Von Ratingen in die Welt

 

Urs Henrik Klimburg gehörte in diesem Jahr zu den Abschlussbesten des IHK-Bezirks Düsseldorf. Der Groß- und Außenhandelskaufmann telefoniert von Ratingen aus für Promat in die ganze Welt.

Von Stefan Mülders
RATINGEN Innerhalb von einer Minute von Texas nach Indien oder Singapur? Für Urs-Henrik Klimburg kein Problem. Neben dem Computer ist nämlich das Telefon das Hauptarbeitsgerät des 22-Jährigen. Von Ratingen aus verkauft er Dämm- und Brandschutz-Konstruktionen in die ganze Welt. Von der IHK Düsseldorf wurde er als einer der besten Auszubildenden seines Jahrgangs geehrt.
„Schon in der Schule haben mich internationale Zusammenhänge interessiert“, sagt der Essener. Daran sei wohl auch seine damalige Erdkunde-Lehrerin „Schuld“, die „nicht nur Länder auswendig lernen ließ, sondern auch Globalisierungsthemen in den Unterricht einbrachte“. Zunächst bewarb sich Klimburg als Fluglotse, durchlief mehrere Assessmentcenter, ehe er in der letzten Stufe rausflog. „Eine genaue Erklärung dafür gab es nicht.“ Dann wurde er von einem Bekannten auf die Promat GmbH in Ratingen aufmerksam gemacht. „Ich habe mich beworben, wurde zum Vorstellungsgespräch eingeladen und durfte im August 2010 hier beginnen.“ Er merkte, dass er mit der Firma schon früher einmal in Kontakt gekommen war. „Als ich elf oder zwölf Jahre alt war, habe ich meinen Vater auf eine Baustellenbesichtigung begleitet.“ Dabei handelte es sich um eine gewisse Fußball-Arena in Gelsenkirchen. „Dort war man gerade dabei, Baustoffe von Promat zu verarbeiten“, erinnert sich Urs-Henrik Klimburg – was ihm damals allerdings nicht bewusst war. Während seiner Ausbildung durfte er noch zwei Mal mit zu großen Baustellen: der Campus eines Mobilfunkers in Düsseldorf-Heerdt und ein Luxus-Hotel in der Landeshauptstadt. „Das war schon sehr interessant, Material und Konstruktion in der Anwendung zu sehen. Bis dahin hatten wir das ja nur in der Theorie kennen gelernt.“
Die nimmt zumindest im Fall von Urs-Henrik Klimburg einen großen Teil der Zeit in Anspruch. Schon einen Monat nach Antritt der Ausbildungsstelle entschied er sich, ein berufsbegleitendes Studium zu beginnen. Zu den zwei Berufsschultagen kamen jetzt noch zwei bis drei Abende und Samstage pro Woche hinzu. „Wir bieten unseren Mitarbeitern viele Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung“, sagt Jürgen Reich, kaufmännischer Leiter bei Promat in Ratingen. „Aber das Engagement von Herrn Klimburg ist schon außergewöhnlich.“ Wohl auch deshalb gelang es ihm, zu den Besten in der Region zu gehören. Das Studium läuft noch bis Anfang 2014, dann wird Klimburg den „Bachelor of International Management“ in der Tasche haben. Während seiner Ausbildung durchlief er mehrere Abteilungen des Hauses, musste auch mal Briefe eintüten oder Adressen pflegen. Jetzt verkauft er im Export Hochleistungs-Wärmedämmung in alle Welt. „Das ist ein spannender Bereich. Allein durch dämmende Maßnahmen lassen sich bei unserer Klientel oft Millionensummen in der Energie einsparen.“ Insbesondere im Anlagenbau sind Konstruktionen von Promat zu finden, aber zum Beispiel auch in der Isolierung von Herdplatten und Öfen.
Perspektivisch kann sich Urs-Henrik Klimburg vorstellen, ins Ausland zu gehen. Sein Arbeitgeber bietet dafür gute Voraussetzungen. Derzeit ist Englisch seine einzige Fremdsprache, nach dem Studium würde er gerne Russisch lernen.

Promat GmbH
Der Arbeitgeber von Urs-Henrik Klimburg wurde Ende der 1950er Jahre gegründet. Neben der Wärmedämmung ist vor allem der Brandschutz die Expertise des Unternehmens, das im Laufe der Jahre in die belgische Etex-Group eingegliedert wurde. Fabriken und Vertriebsbüros sind über die gesamte Welt verstreut. „In Ratingen sind wir aufgrund der hohen deutschen Qualitäts- und Sicherheitsansprüche so etwas wie der technische Kopf aller Tochter- und Schwesterbetriebe“, sagt Jürgen Reich.



Autor: Muelders -- 09.12.2012; 21:38:04 Uhr

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