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121015 Kevin Kumm: Karriere-Einstieg auf Umwegen

 

Von Stefan Mülders
HEILIGENHAUS Kevin Kumm ist trotz seiner erst 19 Jahre kein Unbekannter in der Stadt. Drei Jahre lang hat er als Auszubildender in der Verwaltung viele Menschen kennengelernt. Politisches Engagement und ehrenamtliche Moderationstätigkeit beim Krankenhausfunk des Klinikum Niederberg, dem „Niederberg Echo“, taten ihr Übriges dazu. Auch die Mitarbeit am Heiligenhaus-Blog, journalistische Nebentätigkeit und das mit weit mehr als 1.500 Freunden und 21 Abonnenten vernetzte Facebook-Profil fördern seinen Bekanntheitsgrad.
„Lokal-Promi“ wäre als Bezeichnung für den umtriebigen Jungspund zu viel gesagt, aber auf dem Weg dorthin war Kevin Kumm sicherlich. Doch auch im Leben eines aufsteigenden Karrieristen läuft nicht immer alles nach Plan. So war der Heiligenhauser zu Beginn des Jahres an einem Tiefpunkt seines noch jungen Lebens angekommen. Von der Stadtobrigkeit kam die Nachricht, dass er nach Beendigung seiner Ausbildung nicht würde übernommen werden können. „Ich war sauer und enttäuscht. Die Haushaltslage wurde als Begründung angegeben, aber meine Kollegin sitzt jetzt im Bürgermeister-Vorzimmer.“ Kumm wandte sich an die Gewerkschaft. „Dort wurde mir Mut gemacht, weil die Tarifbestimmungen eigentlich ein Jahr Weiterbeschäftigung vorsehen. Die meinten sogar, dass ich auf dem Klageweg sehr gute Chancen hätte.“ Doch die Angst vor einem schlechten Eindruck für potenzielle neue Arbeitgeber schreckte ab. Stattdessen bewarb sich Kevin Kumm ab März bundesweit über 140 Mal. Mehrere Einladungen und Vorstellungsgespräche ließen Hoffnung aufkeimen. Eine Zusage gab es von der Gemeinde Kehl (Baden-Württemberg). „Die war aber für ein Jahr befristet, hätte mich also auch nicht weiter gebracht. Und dafür den Umzug und das ganze Drumherum in Kauf nehmen? Da war ja auch noch eine andere Option.“ Eher spontan hatte er sich nämlich bei der Stadtsparkasse Wuppertal per E-Mail auf einen Ausbildungsplatz beworben. Es folgten der Einstellungstest und ein Assessmentcenter, im Mai schließlich die Zusage. „Mir hatte schon vorher die Arbeit im Bürgerbüro, direkt am Kunden, viel Spaß gemacht. Und die neue Tätigkeit am Bankschalter passt da doch gut zu.“ Unter 36 Azubis ist Kevin Kumm einer von dreien, die bereits eine Ausbildung abgeschlossen haben. „Ich glaube, diese Tatsache hat mir weder Vor- noch Nachteile gebracht“, meint er. „Entscheidend war, die Bewerbungsphasen erfolgreich zu durchlaufen.“ Für die Politik hat er jetzt allerdings etwas weniger Zeit, sich deshalb aus dem Jugendrat in Heiligenhaus zurückgezogen. In Vorständen der Jungen Union auf Stadt- und Kreisebene macht er weiter, hat jedoch keine Ziele über die Lokalpolitik hinaus.
„Die Zeit bei der Stadt war super. Ich habe immer noch engen Kontakt zu den Mitarbeitern dort. Aber schon nach dieser kurzen Zeit kann ich sagen, dass ich die Sparkasse und die vielen Möglichkeiten dort nicht mehr missen möchte.“ Kevin Kumm scheint angekommen und doch rastlos in der weiteren Gestaltung der „Baustelle Leben“. Da wären ja auch noch die Politik und das Radio…

Bisheriger Lebensweg
Kevin Kumm wurde am 29. November 1992 in Velbert geboren. Er besuchte die Tersteegen-Grundschule und Realschule Heiligenhaus. Am 1. August 2009 begann er seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt Heiligenhaus, die er im Juni 2012 erfolgreich abschloss. Die Tätigkeit als Schülersprecher war sein Einstieg in politisches Interesse. Es folgten Jugendrat und Vorstandsarbeit in Stadtverband und Kreis bei der Jungen Union. Mehrere politisch geprägte Praktika in der Region führten 2011 zu einem Praktikum in der Verwaltung des Deutschen Bundestags in Berlin. 2009 leitete er beim Niederberg-Echo gemeinsam mit Michael Frohberg den Generationswechsel ein.
Wenn alles gut geht, wird er seine zweite Ausbildung im Frühjahr 2015 beenden.



Autor: Muelders -- 09.12.2012; 21:33:45 Uhr

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