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120928 Die Neuen auf dem Campus

 

Von Stefan Mülders
HEILIGENHAUS Am Campus Velbert/Heiligenhaus der Hochschule Bochum wurden gestern die neuen Erstsemester begrüßt. Von insgesamt 70 Neu-Studierenden sind sieben Frauen, die nun die „kleine, aber feine Mannschaft“, wie Standortleiter Professor Dietmar Gerhardt sie in seiner Ansprache nannte, nun vergrößern. Gerhard benannte in seiner Begrüßung die familiäre Atmosphäre und die kleinen Studiengruppen in Heiligenhaus als besondere Vorteile. Nicht nur die Studenten würden die Dozenten kennen, sondern auch umgekehrt.
Als Vertreter des Präsidiums der Hochschule Bochum, den die Studenten wohl nicht so oft zu Gesicht bekommen werden, sprach Vizepräsident Professor Rudolf Staiger einige Worte. Er betonte die enge Einbeziehung der Wirtschaft in allen Phasen des Studiums und skizzierte grob die einzelnen Studiengänge. Er animierte die Neulinge dazu, sich auch in den freiwilligen fächerübergreifenden Projekten zu engagieren. Als Beispiel zeigte er ein von Studenten entwickeltes und betreutes Solar-Auto, das sich zurzeit auf dem Weg nach Australien befindet, um dort an einem Rennen teilzunehmen. Das Studium solle so weit wie möglich zum Hauptlebensinhalt gemacht werden. „Das ist hier kein Job, in dem man zu einem gewissen Zeitpunkt die Beine hochlegt.“
Ob Mathematik-Professor Jörg Frochte in seinen Lehrveranstaltungen das lockere und amüsante Niveau seines Einführungsvortrags aufrecht erhalten kann, werden die Studenten wohl noch früh genug merken. An ihrem ersten Tag jedenfalls kam der Prüfungsausschuss-Vorsitzende und Zuständige für Studienpläne und Lehrbeauftragte gut an beim Auditorium. Er erklärte das Studium, seine wesentlichen Inhalte und gab warnende Hinweise. Studiengänge wie die am Campus Heiligenhaus hätten eine Abbrecherquote von rund einem Drittel. „Unser Ziel hier ist es, Ihnen zu helfen, dass Sie Ihren Nebenmann auch im nächsten Jahr noch hier sehen.“ Frochte unterstrich dabei allerdings auch noch mal die zuvor schon Rudolf Staiger benutzte Floskel: „Wir können viel für Sie tun, Sie aber nicht über die Ziellinie tragen.“ Und er bediente sich einer weiteren Metapher: „Wenn Sie schwimmen lernen wollen, reicht es nicht, sich an den Beckenrand zu stellen und mir dabei zuzusehen.“ Auffallend intensiv wies er, trotz aller Sympathien in seinem Gesamtvortrag, auf die Pflicht hin, sich neben dem Studentenplan an der Hochschule selbst mit den Lehrinhalten zu befassen. Um die Studieninhalte bewältigen zu können, müsse sich der Arbeitsaufwand auf durchschnittlich 37,5 Wochenstunden summieren. „Viel Zeit zum Jobben bleibt da nicht. Und ihre verloren gehenden Sozialkontakte können Sie am besten durch das Bilden von Lerngruppen ersetzen.“
Für die Studenten ging es anschließend weiter mit nützlichen Informationen von Prüfungsamt, Studierendenservice und Fachschaft. Am Nachmittag lernten sie mit Hilfe einer Schnitzeljagd den Campus und seine Einrichtungen kennen. Heute wird die Einführung fortgesetzt mit einem Vortrag und der Betriebsführung bei der Kiekert AG, in deren Gebäudekomplex die Hochschule bis zum Neubau auf dem ehemaligen Kiekert-Areal untergebracht ist.

Alles vor Ort
Die neuen Erstsemester bilden den inzwischen vierten Jahrgang am Hochschulstandort Heiligenhaus. Sieben Professoren und eine Professorin lehren dort, dazu kommen weitere elf Mitarbeiter in verschiedensten Funktionen. Alle für das Studium notwendigen Institutionen sind an der Höseler Straße vertreten, sodass die Studenten alle Angelegenheiten vor Ort erledigen können und nicht nach Bochum reisen müssen.



Autor: Muelders -- 15.11.2012; 21:44:08 Uhr

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