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120920 Ideen für die verbotene Stadt

 

Die Planungen für das Kiekert-Areal sind weit fortgeschritten. Das Gelände östlich davon soll nun in Angriff genommen werden. Dazu lud die Stadtverwaltung in schon gewohnter Manier zum Bürger-Workshop.

Von Stefan Mülders
HEILIGENHAUS „Wir begeben uns jetzt in den Teil von Heiligenhaus, der noch vor wenigen Jahren die ‚verbotene Stadt‘ war“, kündigte Harald Flügge den rund 30 Interessierten des „Workshop Hefelmannpark“ an. Bevor sie den Verantwortlichen von Stadtverwaltung und Land NRW (NRW Urban als Nachfolgerin der LEG Stadtentwicklung) ihre Gedanken und Ideen für die Gestaltung des neuen Parks zwischen Innenstadt und Panoramaradweg vortrugen, sollten sie sich einen optischen Eindruck von dem Gelände machen können.
Siegfried Peterburs, zuständiger Fachbereichsleiter, hatte dafür das Gelände mit Flatterband markieren lassen. Jetzt eröffnete sich in dem zerklüfteten „Loch“ ein erster Eindruck davon, wo demnächst neue Gebäude in die Höhe streben. Und davon, wo sich das Kleinod irgendwann erstrecken könnte. Berücksichtigt hatten die Stadtplaner bereits, dass eine direkte und ebene Anbindung an den Panoramaradweg möglich ist. Außerdem sind in östlicher Angrenzung die privaten Grundstücke, insbesondere das Fachwerkhaus Friedhofsstraße 14 zu berücksichtigen. Westlich des Hefelmannparks entstehen neue Hochschulgebäude, ein Einkaufszentrum, dazugehörige Tiefgaragen und ein Streifen Mischbebauung, die eher Büro- als Wohnnutzung gewidmet ist. Die Zufahrt zu den Garagen wird über die Kettwiger Straße erfolgen.
Wieder im Rathaus angelangt skizzierte Peterburs anhand von Karten die Flächen, um die es im Bürger-Workshop nun gehen soll. „Wir wollen Ihre Ideen sammeln, um sie schon in der nun anstehenden Planungsphase berücksichtigen zu können.“ Die Wünsche ließen nicht lange auf sich warten. Der Zugang vom Nordring aus solle erhalten bleiben und die Wege in den Park hinein behinderten- und altengerecht gestaltet sein. „Wir stellen uns maximal sechs Prozent Gefälle vor“, ergänzte Peterburs zu diesem Gedanken. Erwägt wurde eine Naturbühne für Open-Air-Kino, Aufführungen und einfach nur als Aufenthaltsort. Möglichkeiten zum Abstellen von Fahrrädern seien auf den Flächen vorstellbar, außerdem ein Wegekonzept mit Sitzgelegenheiten. Auch Spielstationen oder –flächen für Kinder, gerne als Wasserspielplatz, sind in die Überlegungen mit eingeflossen. Gedanken machen müsse man sich auch über die Stromversorgung und die Beleuchtung des Parks. Platz für gastronomische Angebote soll es ebenfalls geben.
Markus Kloidt von NRW Urban nahm die Anregungen interessiert auf. Er wird für die Erschließung des Geländes verantwortlich sein und erkannte gleich die erste und wohl schwerste Aufgabe: „Die Wege durchgängig mit maximal sechs Prozent Gefälle anzulegen wird nicht einfach“, sagt er. „Da werden wir zunächst mit beschäftigen, danach können wir die Ideen von heute in das Gesamtkonzept einbinden.“

Die Umsetzung
Das Grundstück des Hefelmannparks gehört der Stadt, die Erschließung aber wird durch NRW Urban erfolgen. So ist die Finanzierung des Projektes trotz Haushaltssicherungskonzept sicher gestellt. Die Entwurfsplanung ist für das Frühjahr 2013 angepeilt. Bei idealem Verlauf könnte noch im gleichen Jahr mit der Umsetzung begonnen werden.



Autor: Muelders -- 15.11.2012; 21:30:44 Uhr

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