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120825 IMS-Wissen international gefragt

 

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VON STEFAN MÜLDERS
Heiligenhaus. Ohne die Präzision der Mess-Spezialisten stünde es schlecht um Walzwerke in aller Welt. Was die Hetterscheidter Hightech-Firma alles kann, zeigte sie Besuchern gestern den ganzen Tag über. Dazu gab es einen Festakt mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft.
"Hidden Champions" sind Weltmarktführer, die ohne große öffentliche Wahrnehmung wirken, weil sie ihren Kundenkreis eben nicht in der breiten Masse finden. Als Industriezulieferer im Maschinenbau zum Beispiel erreichen sie trotzdem, wie die Firma IMS Messsysteme in Heiligenhaus, weltweite Bedeutung.
Den Ausbau der Gebäude am Standort und Investitionen in die Energietechnik nahm das Unternehmen jetzt zum Anlass, interessierten Bürgern die Türen zu öffnen. Begleitet war der Tag von einem Festakt mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft. Besucher bekamen in rund einstündigen Führungen einen kleinen Einblick in das, was IMS weltweit so wichtig macht. "Ohne uns könnte die weltweite Stahl- und Metallindustrie gar nicht überleben", sagt Geschäftsführer Rainer Fackert mit scherzhaftem Unterton. Und doch bekommen die Gäste irgendwie den Eindruck, dass er Recht haben könnte damit. Denn dank eigener Entwicklungsabteilungen und langjähriger Erfahrung ist die präzise Messtechnik von IMS kaum noch wegzudenken. Die Heiligenhauser Systeme ermöglichen es, in Walzstraßen heutige Qualitätsansprüche zu gewährleisten. "Für Getränkedosen zum Beispiel sind wir in der Lage, Messungen bis auf zwei Mikrometer genau durchzuführen", sagt Fackert stolz. Zum Vergleich: Das menschliche Haar ist etwa 60-70 Mikrometer dick. Doch nicht nur diese filigrane Messgenauigkeit macht die Bedeutung von IMS aus, sondern auch die Bandbreite.
In Warmwalzwerken müssen auch 60 Zentimeter dicke Stahlstränge gemessen werden. Je nach Einsatzgebiet sind dabei immer andere Bedingungen zu berücksichtigen: extreme Temperaturen, irritierende Stoffe in der Umgebung, Materialien zur Veredlung und mehr. All das darf die Messgenauigkeit nicht beeinflussen. Um möglichst wenig äußeren Einfluss auf die Produktionszeiten zu haben, wird nicht nur in der eigenen Firma entwickelt, sondern zum großen Teil auch zusammengebaut. Und obwohl jeder Auftrag ein hohes Maß an Individualität erfordert, ist es gelungen, Standardkomponenten als Basis zu entwickeln. Gemessen wird zum Beispiel visuell mit Kameras (für Außenmaße) und mit Röntgentechnik. Die dazu notwendigen Generatoren werden in der ebenfalls in Heiligenhaus beheimateten Tochter IMS Röntgensysteme entwickelt, die 2008 gegründet wurde. Deren Gebäude wurde vergrößert und bietet jetzt zusätzlich Platz für eine weitere Tochtergesellschaft, die surcon GmbH, sowie einen Teil der Entwicklungsabteilung der Muttergesellschaft. Ein weiteres Gebäude beherbergt die das neue Schulungszentrum. Darüber befindet sich die neue Kantine und im Obergeschoss mehrere Wohnungen. Hier werden Mitarbeiter untergebracht, die für Schulungen an den Stammsitz kommen. Zusammen mit der neuen Photovoltaikanlage und energetischen Neuerungen hat IMS rund sieben Millionen investiert. Auf die letzten fünf Jahre gerechnet erhöht sich das Volumen auf zwölf Millionen Euro. Und Fackert kündigte mit Blick in Richtung anwesende Politiker an, bei guten Rahmenbedingungen bis 2020 weitere fünf Millionen Euro investieren und neue Arbeitsplätze schaffen zu wollen.

Das Unternehmen
IMS Messsysteme wurde 1980 in Heiligenhaus gegründet und hat heute weltweit über 400 Mitarbeiter, davon 360 am Stammsitz. Geschäftsführer sind Rainer Fackert und Hendrik Schultes.
Neben dem Stammsitz in Hetterscheidt besteht das Unternehmen weltweit aus weiteren acht Tochterfirmen, zwei davon ebenfalls in Heiligenhaus.



Autor: Muelders -- 07.11.2012; 11:32:26 Uhr

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