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120628 Paten gesucht für Pflanzen und Pflege

 

HEILIGENHAUS (stemu) Der Gedenkstein von Gerhard Tersteegen liegt unscheinbar mitten zwischen den Fahrspuren der Velberter Straße, direkt am Fußgängerüberweg Dümgesweg. Der Theologe, Prediger, Seelsorger, Schriftsteller und Kirchenliederdichter wurde 1697 in Moers geboren und starb 1769 in Mülheim a.d. Ruhr. Dazwischen hatte er in Heiligenhaus eine Pilgerhütte unterhalten, an die heute nur noch dieser 1998 errichtete Stein erinnert. Die historischen Zeugnisse wurden nicht erhalten. „Heiligenhaus ist rar an historischen Persönlichkeiten, darum müssen wir die wenigen unter ihnen angemessen würdigen“, sagt Ruth Ortlinghaus als Sprecherin des Stadtmarketing-Arbeitskreises Kultur und Gesellschaft.
Aufmerksamkeit erregt der Gedenkstein hauptsächlich wegen der auffällig gestalteten Freifläche. Ihre bunte Farbenpracht stellt eines der ansprechenden „Tore zur Stadt“ dar, ist Teil des Großprojekts „Grünes blühendes Heiligenhaus“ des Arbeitskreises Kultur und Gesellschaft. Und genau dieses Kleinod scheint nun gefährdet, denn die bisher drei pflegenden Unternehmen Auler Landschaftsbau, Grünpartner Gerber und Possienke Gartenbau sehen sich wirtschaftlich nicht mehr in der Lage, ihre Dienstleistung komplett kostenlos bereitzustellen. „Inzwischen im achten Jahr pflegen und bepflanzen die drei Firmen kostenlos diese Fläche, dafür möchten wir ihnen unseren ganz herzlichen Dank aussprechen“, sagt Ruth Ortlinghaus. Uschi Klützke, Projektleiterin für das kleine Areal an der Velberter Straße, erklärt kurz die Geschichte zur Aktion: „Die Grünfläche war total verwildert, gab kein schönes Bild ab. Darum haben wir 2006 die Aktion ins Leben gerufen. Die Heiligenhauser Landschaftsgärtner haben uns dabei unterstützt, die Flächen neu zu gestalten, zu pflegen und jedes Jahr neu zu bepflanzen.“ Fast 3000 Quadratmeter sind zu hegen, denn die anschließende Fläche mit dem „Rosenhügel“ gehört auch zum Projekt. Drei Mal im Jahr werden neue Pflanzen gesetzt, dazu alles regelmäßig gepflegt. Um das auch in Zukunft sicher zu stellen, würden die drei Unternehmer zum Selbstkostenpreis weiter machen. „Die Wirtschaftslage lässt es einfach nicht mehr zu, dass wir uns weiter im bisherigen Maße einbringen“, sagt Michael Auler. Auf rund 12.000 Euro pro Jahr beziffert er die benötigte Summe, um Pflanzen und Arbeitszeit zu refinanzieren. Die, so erhoffen sich Ruth Ortlinghaus und Uschi Klützke, sollen durch Spenden zusammen kommen. Oder durch dauerhafte Patenschaften von Heiligenhauser Firmen.
„Das Stadtmarketing selbst verfügt mit seinen ehrenamtlichen Mitarbeitern nicht über die notwendigen Mittel, um so etwas zu finanzieren“, erklärt Ortlinghaus. Dennoch will der Arbeitskreis weiterhin seinen Anteil zum Heiligenhauser Wandel beitragen. Neben der Fläche rund um den Gedenkstein gehören dazu auch die jährlichen Blumenampel-Aktionen, die Bepflanzungsaktion mit 30.000 Narzissen vor zwei Jahren und Baumpatenschaften für den Hefelmann-Park, der demnächst auf dem Kiekert-Areal entstehen wird.

Spenden erwünscht
Der Arbeitskreis Kultur und Gesellschaft im Heiligenhauser Stadtmarketing ruft alle Bürger auf, das Projekt am Tersteegen-Gedenkstein durch Spenden zu unterstützen. „Schön wären auch Patenschaften durch Firmen oder Bürgervereine“, sagt André Saar. Wer eine solche Patenschaft übernehmen möchte, kann sich direkt mit ihm in Verbindung setzen unter Tel. 13-105 oder per E-Mail a.saar@heiligenhaus.de.
Einzelspenden können mit Betreff „Grünfläche Tersteegen“ direkt auf das Konto des Fördervereins Stadtmarketing überwiesen werden: Konto 0018002022 bei der Kreissparkasse Düsseldorf, BLZ 30150200.



Autor: Muelders -- 06.09.2012; 22:05:14 Uhr

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