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Von Stefan Mülders
RATINGEN „Die beste Energie ist die, die gar nicht erst verbraucht wird“, sagt Abbas Ashkan aus voller Überzeugung. Als General Manager von Neo-Neon Europe ist er sich sicher, dass den energiearmen LED-Leuchten die Zukunft gehört. Ab 1. Januar hat das Unternehmen seinen Sitz in Ratingen. Von derzeit sechs Mitarbeitern wird der Stamm im Laufe des Jahres auf zehn anwachsen. „Wir brauchen dann neue Leute für den Vertriebsinnendienst sowie Warenwirtschaft und Logistik.“ Noch sind die Räumlichkeiten in der Kaiserswerther Straße recht leer, aber schon im Februar sollen potenzielle Kunden im Showroom empfangen werden. Dazu zählen allerdings keine Endverbraucher, sondern Baumärkte, Elektro-Großhändler und Facility-Manager.
Ein Standbein mit wachsender Bedeutung ist die Außenbeleuchtung. Parkplätze oder -häuser, einzelne Gewerbegebiete oder ganze Straßenzüge mit Beleuchtung auszustatten kann dauerhaft Kosten in Millionenhöhe reduzieren. „In Brasilien, den USA und insbesondere China wurden schon sehr viele Straßen mit unseren Produkten ausgestattet, aber in Deutschland ist das noch nicht selbstverständlich“, sagt Ashkan. Über die Gründe kann er nur mutmaßen. Seine Erfahrung zeigt, dass es für neue Technik immer erst Vorbehalte gibt. „Dabei könnten wir bei Umstellung aller Straßenbeleuchtungen in Deutschland ohne Verlust beim Leuchtkomfort auf drei Kernkraftwerke komplett verzichten.“ Und die sogenannte „Lichtverschmutzung“ würde auch eingedämmt, weil LED zentral ausgerichtet ist und wenig streut. Auf Wunsch können Straßenlaternen auch komplett ohne zusätzliche Energiequelle auskommen, wenn sie mit Solartechnik ausgestattet sind. „Die Akkus reichen bis zu fünf Tage und wir brauchen nur diffuses Licht, um sie wieder aufzuladen.“ Die Lebensdauer einer solchen Laterne gibt Abbas Ashkan mit 50.000 Betriebsstunden an - was etwa 20 bis 25 Jahren entspricht. Eine Präsentationsstraße wird es zunächst nur in den Hallen bei Neo-Neon geben - in Ermangelung anderer Möglichkeiten. „In Solingen gibt es eine Straße, auch in Düsseldorf. Aber in Ratingen noch nicht. Hier suchen wirnach Partnern, mit denen wir gemeinsam erste Projekte im Stadtgebiet umsetzen können.“
Das Kerngeschäft des weltweiten Konzerns mit Muttergesellschaft in Hongkong hat eigentlich mit der Produktion von „Akzentbeleuchtung“ begonnen, flexiblen LED-Lichtsträngen. „Neon-Flex“ heißt das patentierte Produkt. Verwendet wird es für Werbe-Beleuchtung und Weihnachtsdekoration. Das macht auch heute noch das Hauptgeschäft aus. Schon Ende Februar wird mit den Großkunden das Geschäft für 2012 festgezurrt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die komplette Beleuchtung für Ladenlokale oder Industriehallen. Wer hier Beratung sucht, kann sich bei Neo-Neon informieren und bekommt Bezugsquellen genannt.

Europazentrale
Neo-Neon hat weltweite Tochterunternehmen und eine zentrale Produktionsstätte in China. Ratingen wird im kommenden Jahr Europazentrale, wobei damit in erster Linie der deutschsprachige Raum und Benelux gemeint ist. Der Umsatz soll in 2012 auf eine zweistellige Millionensumme steigen. Bisher betrug er rund zwei Millionen Euro pro Jahr.



Autor: Muelders -- 07.02.2012; 00:14:53 Uhr

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