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180915 Ausbilden gegen den Fahrermangel

 

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Vladislav Diymanshteyn ist der erste, der bei der Velberter BLF Gruppe die Ausbildung zum Berufskraftfahrer abgeschlossen hat. Alex Dshurakulov aus Erkrath hat sie im August begonnen und weitere Auszubildende sollen folgen.

VON STEFAN MÜLDERS
KREIS METTMANN Vladislav Diymanshteyn ist glücklich. Zwar war der gebürtige Ukrainer nie ein Einser-Schüler, aber seine Ausbildung zum Berufskraftfahrer hat der Wuppertaler bei der BLF Gruppe in Velbert im Juli erfolgreich abgeschlossen. „Ich hatte ein bisschen Sorge, dass ich den deutschen Inhalten in der Schule nicht ganz würde folgen können“, sagt der 23-Jährige in perfektem Deutsch. Aber schließlich ist alles gut gegangen und Vladislav meisterte neben der Führerscheinausbildung auch die Kammerprüfung bei der IHK.
Damit ist er der erste Auszubildende, der eine Berufskraftfahrerausbildung bei BLF in Velbert abgeschlossen hat. „Wir wollen damit dem Fachkräftemangel entgegen wirken und werden das Ausbildungsprogramm in diesem Bereich noch weiter ausbauen“, sagt Reinhard Kaufmann. Er ist selbst zwischen 1993 und 2010 für die BLF Gruppe gefahren und inzwischen Fuhrpark- und Ausbildungsleiter. Seit 1. August ist Alex Dshurakulov aus Erkrath der zweite Auszubildende in seinem Bereich, ein weiterer könnte noch hinzugenommen werden. Er wird in den kommenden drei Jahren neben dem Mitfahren auf dem LKW auch Verwaltung, Lager und Werkstatt durchlaufen und kennenlernen. „Voraussetzung ist ein guter Hauptschul- oder Realschulabschluss, außerdem mathematisches und technisches Verständnis“, so Kaufmann weiter. Denn abgesehen von der Fahrausbildung gehören Fahrzeugtechnik, Umweltschutz und Wirtschaftlichkeitsrechnung zu den wesentlichen Bestandteilen der Ausbildung.
Die hat Vladislav Diymanshteyn erfolgreich hinter sich gelassen. „Mein Vater war LKW-Fahrer und ich bin früher in den Ferien immer mit ihm gefahren. Darum wollte ich diesen Beruf erlernen.“ Aber für eine große Spedition wollte er nicht arbeiten. Gezielt suchte er sich Logistikunternehmen der Lebensmittelbranche für seine Bewerbungen aus. „Viele haben mich abgelehnt, weil ich die Schule bereits nach der neunten Klasse beendet habe. Aber die BLF-Gruppe hat mir eine Chance gegeben, die ich sehr gerne genutzt habe.“ Vladislav zog das Unternehmen einem kleineren Betrieb vor, bei dem er bereits ein Praktikum absolviert hatte. Heute ist er sehr froh, dass andere Betriebe ihn abgelehnt hatten, denn die BLF Gruppe sei wie ein Lottogewinn. „Das ist eine tolle Firma, in der ich mich sehr wohl fühle. Und die Arbeit macht mir Spaß, auch wenn ich im Moment noch keinen eigenen LKW fahre, sondern als Springer eingesetzt werde.“ Ziel sei es, irgendwann „sein“ Fahrzeug mit festen Touren zu haben. Ein weiterer Punkt, den Vladislav schätzt, ist der direkte Kontakt zu den Kunden und der damit verbundene Austausch über die Produkte, die er täglich fährt. „Ich könnte mir nicht vorstellen, mich auf irgendeiner Baustelle mit anderen über Stahl auszutauschen. Aber über Lebensmittel lässt sich viel erzählen.“
Geht es nach Reinhard Kaufmann, so werden nach dem erfolgreichen Einstieg in die Ausbildung von Berufskraftfahrern noch viele Auszubildende folgen. Bereits im kommenden Jahr sollen vier bis fünf weitere hinzukommen, auch in diesem Jahr sei für Kurzentschlossene noch ein Platz frei.

Die BLF Gruppe in Velbert-Tönisheide ist mit 300 Mitarbeitern an vier Standorten einer der führenden Spezialisten für Nahrungsmittel und Küchentechnik. Als seit 1929 inhabergeführter Mittelständler legt das Unternehmen Wert auf Umweltschutz, soziale Verantwortung und nachhaltige Unternehmensentwicklung – was auch bei den rund 300 Lieferanten und Partnern vorausgesetzt wird. Regionale Produkte und hohe Qualitätsansprüche machen den größten Teil der über 16.000 Artikel aus, die täglich mit eigenem Fuhrpark vom Lager an die fast 2500 Kunden geliefert werden.



Autor: Muelders -- 04.10.2018; 14:53:10 Uhr

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