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Herren 40 verlieren Krimi und steigen ab Diesen Text vorlesen lassen

180710 Herren 40 verlieren Krimi und steigen ab

 

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VON STEFAN MÜLDERS
ISSUM Tennis Niederrheinliga Herren 40: Gladbacher HTC - Blau-Weiß Issum 5:4 (3:3). Samstagabend, 19.45 Uhr, Holter Sportstätte in Mönchengladbach. An einem normalen Tennistag säßen die Gladbacher Gastgeber und die Issumer Gäste längst an der langen Tafel und würden beim gemeinsamen Dinieren über die Spiele der gerade abgelaufenen Saison sinnieren. Aber an diesem Tag ist alles anders. Erst drohten die Issumer, mit nur vier Spielern zum letzten Medenspiel der Herren-40-Niederrheinliga zu reisen. Lothar Walter, der sich eigentlich schon aus dem aktiven Spielbetrieb zurückgezogen hat, und Jörg Riddermann sprangen ein. Auch Gladbach konnte nicht in bester Besetzung antreten, so war es fast schon eine Bemerkung wert, dass tatsächlich alle Einzel gespielt werden konnten. Schließlich waren es drei verlorene Match-Tie-Breaks, die den Issumer Abstieg trotz zwischenzeitlich aufgekeimter Hoffnung besiegelte.
Gladbach hatte bis zu diesem letzten Spieltag eine gewisse Dominanz in der Liga gezeigt, ohne jedoch aufsteigen zu können. Für die Issumer war der Abstieg gedanklich bereits besiegelt. Und dann entwickelte sich ein Spieltag, von dem sich zumindest die Blau-Weißen wohl noch lange erzählen werden und der noch einmal Hoffnung aufkeimen ließ. Zu besagtem Zeitpunkt, 19.45 Uhr, hatte TK Oberhausen – in der Vorwoche noch Letzter und durch den Sieg gegen Issum vorgerückt – zuhause gegen Dinslaken bereits verloren. In Gladbach stand es 4:4 und Mannschaftsführer Arndt van Huet und Ludger Rörthmanns machten sich zum letzten und entscheidenden Doppel auf den Weg zum Platz. Es hing an ihnen, ob der Abstieg doch noch würde verhindert werden können. Denn dank der deutlich besseren Matchbilanz und der Tatsache, dass aus der Regionalliga niemand aus dem TVN absteigt, würde ein Sieg am heutigen Tage tatsächlich noch zum Klassenerhalt reichen. Wer jetzt glaubte, die Hausherren würden nur als Statisten ans Netz treten und ihren Gästen den Sieg überlassen, wurde eines besseren belehrt. Absolutes Fair-Play statt Schieberei war angesagt. Der erste Satz ging an Gladbach, im zweiten kämpften van Heut/Rörthmanns sich zurück ins Match und erzwangen den dritten Satz. Hier aber vermochten sie die entscheidenden Punkte nicht zu setzen (3:6/7:5/6:10). Um 21.30 Uhr war damit die vierte 4:5-Niederlage doch besiegelt und der Abstieg nicht vermieden.
Vor diesem dramatischen Schlusspunkt der Niederrheinliga-Saison hatten Joeri te Riele (6:1/6:3), Arndt van Heut (7:5/7:6) und Lothar Walter (6:2/6:2) die Issumer im Rennen gehalten. Knackpunkt war vielleicht, dass Mathias Hunsmann trotz ersatzgeschwächter Mannschaft gegen einen der stärksten Spieler der Liga antreten musste und Bartek Dabrowski (6:1/4:6/5:10) nach großem Kampf unterlegen war. Auch Jörg Riddermann war erst im dritten Satz (6:3/5:7/8:10) geschlagen, was den spannungsgeladenen Spieltag nur zu gut beschreibt. Dritter im Bunde der unterlegenen war Ludger Rörthmanns (4:6/1:6). Damit schließt die Saison also ab, wie sie für die Issumer verlaufen: Mit Glück auf Seiten der anderen.



Autor: Muelders -- 10.07.2018; 16:53:00 Uhr

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