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180618 Jetzt wird‘s verdammt eng für BW Issum

 

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Auch zuhause gegen Raadt musste das Team um Mannschaftsführer Arndt van Huet eine knappe Niederlage einstecken.
VON STEFAN MÜLDERS
ISSUM Tennis Niederrheinliga Herren 40: Blau-Weiß Issum – TC Raadt 4:5 (2:4). Vor jedem Spiel in der Niederrheinliga haben Issums Tennisherren 40 darauf gehofft, dass ihre Gegner nicht ganz so stark antreten würden, wie sie gelistet sind. Doch die tun den – ihrerseits nominell auch nicht gerade schwach besetzten – Blau-Weißen diesen Gefallen nicht. Auch die Gäste aus Raadt boten am Samstag fast alles auf, was sie zu bieten hatten. Da waren einzelne Issumer Spieler sogar trotz klarer Niederlagen mit dem eigenen Resultat noch mehr als zufrieden. Wie zum Beispiel Thomas Hunsmann, der in Runde eins klar mit 2:6/2:6 gegen Jens Knippschild verlor. Beim Namen Knippschild dürfte es zumindest bei eingefleischten Tennisfans der 1990er und 2000er Jahre noch im Ohr klingeln: der 43-Jährige war zu besten Zeiten Rang 76 der Weltrangliste, spielte zwei Mal für das deutsche Daviscup-Team und erreichte bei den French Open im Jahr 1998 das Achtelfinale. „Und so einer spielt in Raadt nicht an eins, sondern an zwei“, kommentierte Mannschaftsführer Arnd van Huet später die Aufstellung der Gäste. Er selbst spielte parallel und konnte die Leistung des Top-Spielers nicht wirklich beobachten. Mit über drei Stunden Spielzeit, davon die Hälfte allein für den ersten Satz, bestritt van Huet das längst Match des Tages und war am Ende überglücklich, den Match-Tie-Break für sich entschieden zu haben. Und das, nachdem er den ersten Satz bereits verloren hatte. Gegen Udo Vieth gewann er schließlich mit 4:6/6:2/10:5. Joeri te Riele musste sich bereits vorher gegen Axel Bandun mit 4:6/1:6 geschlagen geben.
In der zweiten Runde war Mathias Hunsmann an Position eins gegen den Niederländer Erik Brummer nicht ganz chancenlos, aber seine Taktik ging nicht auf. Er wollte den ersten Satz gewinnen, es im zweiten eher ruhig angehen lassen, um dann den Match-Tie-Break mit aller Kraft zu gewinnen. Doch er brachte sein Spiel beim Stand von 4:1 nicht durch, was für Brummer die Wende zum Positiven brachte. Am Ende ging es recht klar mit 3:6/1:6 zugunsten der Gäste aus. Für den zweiten Einzelsieg der Issumer sorgte hingegen Frank van den Heuvel, der Herren-45-Weltmeister mit der niederländischen Mannschaft. Er setzte sich klar mit 6:4/6:2 gegen Elmar Gerth durch. Wäre Wouter Zoomer richtig fit gewesen, hätte er den dritten Punkt für die Issumer in der ersten Runde holen können. Doch er kämpfte mehr mit eine Achillessehnenverletzung und Wadenproblemen als mit Gegner Andreas Krämer und musste sich deshalb in zwei knappen Sätzen (3:6/5:7) geschlagen geben.
Die kräftezehrenden Partien hatten auch hier wieder ihre Spuren an den Spielern hinterlassen. Issum musste aufgrund der Verletzung von Wouter Zoomer ein Doppel abschenken, die Gäste aus Raadt ihrerseits aus verletzungsgründen gar zwei der ansonsten anstehenden beiden Begegnungen. Mit dieser vierten Niederlage im vierten Spiel wird es bei zwei noch ausstehenden Begegnungen richtig eng für die Issumer in der Niederrheinliga. „Das ist die stärkste Liga, in der ich je gespielt habe“, sagt Arndt van Huet. „Wir müssen jetzt darauf hoffen, dass Oberhausen als ebenfalls noch siegloses Team auch gegen uns ohne ihre Top-Italiener auflaufen und dass Gladbach ihre besten Spieler am letzten Spieltag zuhause lässt.“

Noch zwei Spiele gegen den Abstieg
Zwei Chancen und Hoffnungen bleiben Blau-Weiß Issum noch, nicht abzusteigen. Am 30. Juni hat man das punktgleiche Tabellenschlusslicht TK 84 Oberhausen zu Gast. Die haben bisher ihre besten Spieler nicht aus Italien eingeflogen. Zum Finale am 7. Juli müssen die Issumer zum Gladbacher HTC reisen, der aktuell die Tabelle anführt. „Vielleicht können die dann ja schon auf ihre besten Spieler verzichten“, spekuliert Arndt van Huet.



Autor: Muelders -- 18.06.2018; 10:29:46 Uhr

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