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180509 Ohne den Hauch einer Chance (Niederrheinligen Herren 40 & Herren 65)

 

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VON STEFAN MÜLDERS
ISSUM Tennis Niederrheinliga Herren 40: Rot-Weiß Dinslaken – Blau-Weiß Issum 8:1 (6:0). Schon zum Auftakt der Tennis-Niederrheinliga bestätigte sich die Spielstärke der Herren 40. Auch wenn bei den Issumern mit dem Brüderpaar Mathias und Thomas Hunsmann zwei ehemalige Bundesligaspieler an eins und zwei spielen, Wouter Zoomer die Erfahrung aus mehreren ATP-Jahren mitbringt und Frank van den Heuvel als mehrfacher niederländischer Meister in einigen Spielen zum Einsatz kommen wird, werden sie gegen einige Kontrahenten in der Liga kaum Chancen haben.
So auch am ersten Spieltag in Dinslaken. Die Gastgeber traten nahezu vollständig auf und wiesen die Blau-Weißen in ihre Schranken – erwartungsgemäß, wie man zugeben muss. „Dass wir im Aufstiegsjahr das Finale gegen Dinslaken gewinnen konnten, war ja vor allem der Tatsache zu verdanken, dass unsere Gegner damals nicht vollzählig antreten konnten“, erinnert sich  Mannschaftsführer Arndt van Huet. Das war diesmal nicht so. Schon in der ersten Runde ging Dinslaken mit 3:0 in Führung. Thomas Hunsmann unterlag dem Niederländer Eric Reuijl und Arndt van Huet verspielte trotz guter Leistung in beiden Sätzen eine knappe Führung, konnte schließlich also gegen den regionalligaerfahrenen Ur-Dinslakener Holger Spickermann auch nicht punkten. Ludger Rörthmanns musste schon zu Beginn seines Matches verletzt aufgeben, hätte aber gegen den ehemaligen ungarischen Daviscup-Spieler Viktor Szöke wohl auch so keine Chance gehabt. „Wir sind auf extrem starke Dinslakener getroffen, die unsere ohnehin schon klaren Erwartungen noch übertroffen haben“, gab van Huet später zu. Die Leistungsstärke bestätigte sich schließlich auch in der zweiten Runde: Mathias Hunsmann traf auf Thorsten Wolff, einen Spieler, den er noch aus Zeiten in der Deutschen Meisterschaft kannte und seit über 20 Jahren nicht gesehen hatte. Die beiden lieferten sich ein sehenswertes Duell, bei dem der Issumer aber letztendlich ebenfalls unterlegen war. Wouter Zoomer, eigentlich eine Bank auf Issumer Seite, traf auf den ehemaligen niederländischen Bundesligaspieler Jasper Stroter. „Ein unglaubliches Niveau“, kommentierte van Huet den Schlagabtausch der beiden, der auch keinen Punkt für die Blau-Weißen einbrachte. Mario Schlabbers war dann noch chancenlos gegen Guido van Rompaey, einen ehemaligen Herren-35-Weltmeister, der vor einigen Jahren auch mal in Diensten der Issumer stand – in der vorhergegangenen Herren-40-Ära mit Mannschaftsführer Hubert Angenendt und Regionalliga-Zugehörigkeit.
„Mit dieser Mannschaft würden die Dinslakener auch in der Regionalliga noch mithalten können“, ist sich Arndt van Huet sicher. Und blickt auch gleich auf die nächste Aufgabe am kommenden Samstag (12. Mai) zuhause gegen Grün-Weiß Oberkassel. Die konnten ihren Auftakt klar 9:0 gewinnen, sind aber nur auf den oberen Positionen ähnlich stark einzuschätzen wie Dinslaken. „Wir bauen auf den Heimvorteil und darauf auf den unteren Positionen punkten zu können.“ Die beiden an eins und zwei dürften für die Hunsmann-Brüder aber wieder richtig schwere Brocken werden: Mathias wird auf den Spanier Roberto Mendenez Ferre, zu Spitzenzeiten Nummer 292 der Weltrangliste und Leistungsklasse 01, treffen. Thomas bekommt es mit dem Ex-Profi aus der Becker-Ära, Patrick Baur zu tun. Der ist aktuell zwar tiefer eingestuft als sein spanischer Teamkollege, war aber mal Platz 74 der Weltrangliste.

So haben sie gespielt
Thorsten Wolff - Mathias Hunsmann 6:4/6:2, Eric Reuijl – Thomas Hunsmann 6:2/6:2, Jasper Stroter – Wouter Zoomer 6:3/6:1, Viktor Szöke – Ludger Rörthmanns (verletzt) 6:0/6:0, Guido van Rompaey – Mario Schlabbers 6:0/6:0, Holger Spickermann – Arnd van Huet 7:5/6:4.

 


VEERT (stemu) Tennis Niederrheinliga Herren 65: Blau-Weiß Veert – TC Oedt 3:6 (2:4). Nicht ganz erwartet war im vergangenen Jahr der Aufstieg der Veerter Herren 65, gehörten einzelne Mannschaftsteile schon da zum „Alten Eisen“ der Altersgruppe. Inzwischen könnten mit Heiner Lettmann, Bruno Diebels und Chris Vieten bereits drei aus dem Team eine Altersklasse weiter ziehen, aber für eine eigenes Tennisteam reicht das nicht aus und sie wollen sich von ihren Mannschaftskollegen auch gar nicht trennen. So treten sie also weiter in der jüngeren Gruppe an und werden es in der Niederrheinliga nicht unbedingt einfach haben, wie bereits der erste Spieltag gegen Oedt zeigte. „Wir wissen, dass wir es in der Niederrheinliga schwer haben werden“, sagt Mannschaftsführer Freddy Tripp. „Aber nach dem Aufstieg ist der Klassenerhalt unser primäres Ziel.“ Die Niederlage zuhause gegen Oedt ist schon deshalb eine Standortbestimmung, weil die Gegner aus früheren Begegnungen bekannt waren und die Veerter sich eigentlich eine Chance ausgerechnet hatten.
Die Hoffnung nährte auch zunächst Heiner Lettmann, der sein Match mit 6:3/6:2 gewinnen konnte. Aber in der gleichen Runde mussten sich Bruno Diebels (5:7/2:6 gegen einen laufstarken Gegner) und Karl Langenstein (0:6/4:6/4:10) geschlagen geben. Im zweiten Durchgang konnte nur Kurt Neuer (6:1/6:1) sein Match gewinnen. Hans Weshalowski war an Position eins chancenlos (4:6/0:6) und Jack Nitsche musste den zweiten Match-Tie-Break des Tages verloren geben (5:7/6:4/5:10), nachdem er sich zuvor in sein Spiel zurückgekämpft hatte. „Wir mussten also alle drei Doppel gewinnen, wenn wir den Punkt zuhause behalten wollten. Aber das schien uns von vorneherein ein kaum mögliches Unterfangen zu werden“, meinte Tripp. Die Befürchtung bestätigte sich, nur Lettmann/Neuer punkteten mit einem klaren 6:0/6:0. Die Matches von Weshaloswki/Diebels (4:6/2:6) und Chris Vieten/Langenstein (4:6/1:6) waren für Veert nicht zu gewinnen.
Von den Leistungsklassen her sind auch alle anderen Gegner für Veert besser aufgestellt. Dementsprechend rechnet Freddy Tripp auch am 5. Juni gegen BW Neuss erneut zuhause mit einem sehr schweren Spiel. „Wir haben am nächsten Spieltag frei und deshalb jetzt erst mal fünf Wochen Pause, um ins in Ruhe auf diese nächste Aufgabe vorzubereiten.“ Weitere Kontrahenten im Laufe der Saison sind dann noch Stadtwald Hilden als vermutlich stärkstes Team der Liga, Blau-Weiß Bedburdyck, Blau-Weiß Kamp-Lintfort und Rot-Weiß Emmerich.



Autor: Muelders -- 09.05.2018; 12:30:16 Uhr

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Anno 1995: Ein junges Landei macht sich nach erfolgreichem Abitur und engagiertem Zivildienst im örtlichen Krankenhaus auf den Weg in die urbane Welt. Ziel ist der Studienbeginn an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Noch während der ersten Semester ... mehr

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