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180608 Diskussion um neues Bad nimmt Fahrt auf

 

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Kein Bad ist keine Lösung - Zumindest in diesem Punkt waren sich Bürger und anwesende Fraktionsvertreter bei der öffentlichen Sitzung von Bündnis90/Die Grünen einig.
VON STEFAN MÜLDERS
HEILIGENHAUS Das Heljensbad bewegt die Gemüter. Nicht alle, das hat die öffentliche Fraktionssitzung der Grünen am Mittwochabend gezeigt, aber doch einige. Dem Aufruf der Fraktionsvorsitzenden Beate-Marion Hoffmann und des Grünen-Badexperten Lothar Nuthmann waren rund 20 Personen gefolgt – darunter Vertreter der anderen Fraktionen, von betroffenen Vereinen und Angestellte des Bades. Eingangs erläuterten Hoffmann und Nuthmann noch einmal die bisherige Vorgehensweise von Stadtwerken und Stadtspitze in dieser Angelegenheit und kritisierten vor allem die Hinterzimmerpolitik. „Solche Themen gehören öffentlich beraten und diskutiert und dürfen nicht von wenigen Menschen hinter verschlossenen Türen beschlossen werden“, meinte Lothar Nuthmann. Er zeigte auf, welche Forderungen beziehungsweise Bedarfsäußerungen aus dem Arbeitskreis heraus in den vorgelegten Planungen nicht berücksichtigt wurden und stellte weitere aus seiner Sicht umsetzbare Modelle vor. Eine Traglufthalle halte er selbst nicht für der Weisheit letzter Schluss, aber von einer sogenannten Cabrio-Halle sei er überzeugt. Er präsentierte mehrere in Deutschland und auch in NRW – unter anderem durch das Velberter auf Bäderbau spezialisierte Architekturbüro Krieger umgesetzte – Konzepte dieser durch einen Schiebemechanismus zu öffnender Hallendächer.
Kritik wurde laut am ehemaligen Bürgermeister Jan Heinisch, der als primäres Ziel lange Zeit die Schließung des Hallenbades gehabt hätte. Diese Einstellung hallt bis heute zumindest in den Vereinen und auch bei einzelnen Badbesuchern noch nach, die an echte Neubaupläne immer noch nicht recht glauben wollen. Dem entgegen die anwesenden Fraktionsvertreter aber einhellig, dass es keine Lösung sei, kein Bad zu haben. Für die Einlassung von Volker Ebel (FDP), dass sich die Parteien nun endlich zusammenraufen und in der Sache diskutieren müssten, erntete er lautstarken Beifall. Doch auch die übrigen Stadtratsvertreter äußerten sich – konkret angesprochen auf die Wirkung der Veranstaltung – dahingehend, dass sie selbst neue Erkenntnisse gewonnen hätten und diese im weiteren Prozess durchaus zu überlegen seien. Zur Sprache kamen auch andere Bäder im Umkreis, von denen man sich Konzepte abschauen könne. Für Badchef Holger Brembeck war aber das Wichtigste: „Wir müssen die Wünsche der Heiligenhauser berücksichtigen.“ Das sei bisher in unzureichendem Maße geschehen. „Dabei ist der demografische Wandel ebenso zu berücksichtigen wie das geänderte Freizeitverhalten von Jugendlichen und die aus beruflichen Gründen fehlenden Möglichkeiten für Familien, zu jeder Tageszeit das Schwimmbad aufzusuchen.“
Brembeck gab darüber hinaus zu bedenken, dass die Zeit drängt. Von der Entscheidungsfindung bis zur Fertigstellung müsse man vier bis fünf Jahre rechnen, und so lange werden weiter hohe Beträge in die Instandhaltung des bestehenden Bades fließen müssen.

Nächste Runde schon am Dienstag
Der CDU-Stadtverband möchte seinerseits ebenfalls die Ideen der Bürger kennen lernen. Darum lädt der für kommenden Dienstag, 12. Juni, ab 19 Uhr zur Informationsveranstaltung in den Ratskeller ein. Es soll über bisherige Konzepte informiert werden und weitere Ideen gesammelt werden. Einige Besucher der Grünen-Fraktionssitzung kündigten bereits an, auch dort anwesend sein zu wollen.



Autor: Muelders -- 08.06.2018; 10:53:57 Uhr

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Anno 1995: Ein junges Landei macht sich nach erfolgreichem Abitur und engagiertem Zivildienst im örtlichen Krankenhaus auf den Weg in die urbane Welt. Ziel ist der Studienbeginn an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Noch während der ersten Semester ... mehr

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